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Bei Frau Hedis Tanzkaffee bewegt sich nicht nur die Crowd, sondern gleich der ganze Club. Von den Landungsbrücken legt die Barkasse zu musikalischen Rundfahrten durch den Hamburger Hafen ab und verwandelt sich dabei in eine kleine schwimmende Disco mit Bar, DJs und Live-Acts.
Das Konzept gehört zu den charmantesten Besonderheiten des Hamburger Nachtlebens: Statt in einem Keller oder einer ehemaligen Industriehalle wird hier zwischen Landungsbrücken, Elbe, Kränen und Containerterminals getanzt. Während draußen das Hafenpanorama vorbeizieht, läuft drinnen – und bei entsprechendem Wetter auch mit ordentlich Open-Air-Gefühl – der Soundtrack zur Fahrt.
Musikalisch ist Frau Hedi bewusst vielseitig. House gehört ebenso zum Programm wie Funk, Disco, Pop, Balkan Beats, Elektroswing und unterschiedlichste Live-Musik. Auch Hamburger Clubs und Veranstalter übernehmen einzelne Fahrten und bringen ihre eigenen DJs, Bands und musikalischen Konzepte an Bord. Hamburg.de beschreibt Frau Hedi deshalb treffend als eine Art schwimmendes Fenster zur Hamburger Clublandschaft.
Gerade für elektronische Musik funktioniert das ungewöhnlich gut. Eine groovige House- oder Disco-Nacht bekommt auf der Elbe einen völlig anderen Charakter als im klassischen Club: Man tanzt, geht mit einem Drink nach draußen, schaut auf die Lichter des Hafens – und kurze Zeit später sieht Hamburg schon wieder komplett anders aus.
Auch das flexible Prinzip gehört zu Frau Hedi. Die Barkassen starten an den St. Pauli-Landungsbrücken, und Ein- und Ausstieg sind bei vielen Fahrten ungefähr stündlich möglich. Man muss also nicht zwingend die gesamte Nacht an Bord verbringen. Im Winter pausiert der reguläre Fahrbetrieb saisonbedingt.
Frau Hedi ist deshalb weder klassischer House-Club noch gewöhnliche Eventlocation. Sie ist ein Stück typisch Hamburger Nachtleben: unkompliziert, musikalisch bunt und direkt auf der Elbe.
Für hamburg.house ist sie vor allem bei den elektronischen DJ-Fahrten ein Essential – und vermutlich eine der Locations, bei denen man Gästen von außerhalb am wenigsten erklären muss, warum Ausgehen in Hamburg manchmal ziemlich besonders ist.